Sa.Ha.Ra

Sa.Ha.Ra

Sams­tag, 23. Novem­ber 2019, 19:30 Uhr, Tru­cker­haus

Musik, das sind wab­bern­de Luft­mo­le­kü­le

Frank Zap­pa

SA.HA.RA wab­bert mit heiß auf­ge­la­de­nen Mole­kü­len aus nord­afri­ka­ni­schem Wüs­ten­sand, der auf öster­rei­chi­sche Wäl­der nie­der­reg­net. Die Luft wird bewegt durch den Rachen­raum einer syri­schen Sän­ge­rin, die Kratz­ge­räu­sche einer Vor­arl­ber­ger Vio­li­ne, hart ange­schla­ge­ne Fel­le tune­si­scher Scha­fe und 88 auf­ge­spann­te und behäm­mer­te Sai­ten aus Nie­der­ös­ter­reich.

SA.HA.RA ser­viert Stü­cke, gebo­ren aus der hei­ßen Luft von Trieb­wer­ken diver­ser Flug­li­ni­en, der Zeit der ägyp­ti­schen Pha­rao­nen­kö­ni­gin­nen, den schaum­ge­krön­ten Wel­len der Ägä­is und aus flir­ren­den Gesän­gen ara­bi­scher Bal­lungs­zen­tren.

SA.HA.RA voll­zieht einen „cul­tu­ral clash“ quer durch das Mit­tel­meer, das in der Anti­ke als durch­läs­si­ger Kul­tur­raum wahr­ge­nom­men wur­de, heu­te aber durch Gegen­sät­ze zwi­schen euro­päi­schen und ori­en­ta­li­schen Staa­ten cha­rak­te­ri­siert ist. West­li­che Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken wer­den mit Ele­men­ten medi­ter­ra­ner und ara­bi­scher Musik­tra­di­tio­nen gemischt, The­men wie Flucht, Tran­ce und Tanz bear­bei­tet.

Das Quar­tett will mit sei­nem Pro­gramm ein erfri­schen­des State­ment set­zen: Es ist mög­lich, west­li­che und ara­bi­sche Aus­drucks­for­men – wie schon in den jüngst ver­gan­ge­nen Jahr­tau­sen­den – erneut mit­ein­an­der in Aus­tausch und Dia­log zu brin­gen. Ori­ent und Okzi­dent kön­nen mit gro­ßem Respekt für­ein­an­der fas­zi­nie­ren­de und das Publi­kum begeis­tern­de Syn­the­sen zustan­de brin­gen.

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