Im Frühjahr 2027 sollen zwei Notarztstützpunkte im Bezirk Melk, betroffen sind Pöggstall und Ybbs, geschlossen werden. Derzeit werden die Gemeinden in dieser Region nachts vom Notarzt Pöggstall und tagsüber vom NEF Melk und Ybbs bzw. Notarzthubschrauber versorgt.
Im südlichen Waldviertel trifft dies auf massiven Widerstand. Folgende Gemeinden aus drei Bezirken waren mit Abordnungen beim Vortrag „NEF-Schließung – Was bedeutet das für unsere Region“ vertreten: Münichreith-Laimbach, Pöggstall, Weiten und Yspertal (Bezirk Melk), Bärnkopf, Gutenbrunn und Martinsberg (Bezirk Zwettl) sowie Mühldorf (Bezirk Krems).
Bei diesem Vortrag wurden die anwesenden Gäste von Bezirksstellenleiter Franz Tanzer und Geschäftsführer Benedikt Juster über sämtliche Zahlen und Fakten in Kenntnis gesetzt. Die Mitarbeiter leisteten im Jahr 2024 insgesamt 65.167 Stunden (davon 37.907 ehrenamtliche Stunden).
- Mitarbeiterstand: 110
- Hauptberufliche: 9
- Notfallsanitäter: 28
- Einsatzfahrzeuge: 9
Große Bedenken über die Auflassung des Stützpunktes in Pöggstall, besonders über die zukünftige Personalknappheit, äußerten alle Vertreter der anwesenden Gemeinden. Ob man das Freiwilligenwesen in dieser Dimension überhaupt aufrechterhalten kann, war die zentrale Frage an diesem Abend.
Auf den Rettungsdienst in Pöggstall warten in Zukunft große Herausforderungen. Als Notarzt-Ersatz wurden die First Responder (Ersthelfer) von den Teilnehmern abgelehnt. Diese wären nur Erstmaßnahmen mit beschränkten Einsatzmöglichkeiten. Da gibt es sicherlich Grenzen zwischen Ärzten und Sanitätern.
Bei der geplanten Schließung sind noch viele offene Fragen zu klären:
- „Geht es ohne Notarzt?
- „Ist der Telenotarzt ein gleichwertiger Ersatz?“
- „Ist der Telenotarzt ein gleichwertiger Ersatz?“
- „Wäre ein Notarzt vor Ort nicht die bessere Lösung?“
- … usw …

